Fotografischer Streifzug – Teil II

Ein weiteres Mal öffnen wir unsere Schatzkiste und lassen die breite Öffentlichkeit an unseren Funden teilhaben. Denn darum geht es uns: das Wissen um die Geschichte unseres schönen Heimatdorfes soll bewahrt werden, aber nicht verschlossen bleiben.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Entdecken!

Eine Bitte haben wir immer: sollten Sie noch weitere Informationen zu den einzelnen Bildern haben, scheuen Sie sich bitte nicht, uns zu kontaktieren. Auch über konstruktive Kritik freuen wir uns! Vielen Dank!

Der Maikammerer immer noch eines der liebsten heimischen Ausflugsziele in unserem Wald: Die Totenkopfhütte, hier in einer Aufnahme von 1925.

Der höchste Berg der Haardt und Heimatberg von Maikammer: die Kalmit. Hier steht noch der alte Turm, der Ende der 20er Jahre eingestürzt ist. Um dem Besucherandrang auf der Plattform Raum zu schaffen, hatte man ein Gerüst mit einer Terrasse angebaut.

Wir sind in der Deckelgasse, heute Turmstraße und blicken in Richtung Hauptstraße. Rechts vorne ist noch das Eckhaus zur Hauptstraße hin zu sehen, die sog. „Nusseburg“, das nach dem 2. Weltkrieg abgerissen wurde.

Wir befinden uns immer noch in der Deckelgasse und blicken in Richtung Norden

Hier feiert Albert Kühn seine Hochzeit, im heutigen Anwesen Beilmann in der Hauptstraße

Wir blicken in die Hauptstraße. Rechts, das zweite Haus ist die Gastwirtschaft zur Maxburg von Jean Baumann, später Zöller, links der Krämerladen von Frau Scholl

Dies ist das Haus, das man im oberen Bild unterhalb der Gaststätte sieht.

Dieses Foto zeigt die Bäckerei Anton Fuchs, später Dengler, gegründet 1906. Wer erinnert sich nicht an die Bäckerei Dengler und das gute Brot. Das Mädchen mit den „Affenschaukeln“ ist die alte Frau Dengler.

Es kommt schon ein bisschen Wehmut auf, wenn man bedenkt, wieviele Laufbrunnen in Maikammer und Alsterweiler  Opfer der Spitzhacke wurden. Hier sind wir im Schulgässel und sehen den imposanten Brunnen dort. Im Hintergrund ist an dem Haus noch das Fachwerk zu erkennen, verborgen hinter Putz. Was wäre das heute, top restauriert für eine Augenweide…

Brunnen ziehen Menschen an. Auch im Winter. Hier Frau Walburga Müller mit ihrer Tochter in den 50ern.

Dieses Foto ist eines der letzten Bilddokumente der Umfassungsmauer der Kredenburg. Links ist die heutige Weinstube Kiefer. Der Junge davor Hans Wilhelm aus der Deckelgasse. Die Mauer wurde in den 70ern abgerissen, der ehem. Burggraben verfüllt und darauf ein Spielplatz errichtet. Auch das ist schon wieder Geschichte. In den 90er wurde das Areal mit einem Wohnblock bebaut, der in das sensible historische Umfeld paßt, wie die Faust aufs Auge.

Dies ist der ehemalige Alsterweiler Winzerkeller. Daß es einst drei Winzergenossenschaften in Maikammer gab, dürfte wohl den wenigsten noch ein Begriff sein.

Der Fanfaren- und Spielmannszug war jahrzehntelang das musikalische Aushängeschild von Maikammer. Auch ihn ereilte der Mitgliederschwund. Seit den 90ern ist auch er Geschichte.

Ein Blick in die Hartmannstraße vor 1915

Wir fanden dieses Bild in einem Fundus , es zeigt Frau Auguste Humm mit ihrer Nichte Thea und ihrem Neffen Karl, es sind die Kinder ihrer Schwester Emilie Humm, sie ist verheiratet mit Sanitätsrat Philipp Rieder. Es ist definitiv in Maikammer aufgenommen, ca. Anfang der 1930er Jahre.

Ein schönes coloriertes Foto der Kreuzung Hartmannstraße/Friedhofstraße. Links der alte Brunnen. Es ist in den 1920er Jahren aufgenommen.

Wir verbleiben ein wenig in dieser Straßenkreuzung. Damals brauchte man sich um Busse und Autos noch keine Sorgen machen, da konnte man sich unüberlegt auf der Mitte der Straße fotografieren lassen.

Auch der Friseur Schädler brauchte noch keine Angst vor starkem Verkehr zu haben.

Das Bild zeigt das heutige Anwesen Möndel, in dem sich früher das Geschäft der Spenglerei Nikolaus Bachtler befand.

Aus dem Fenster des Friseursalons Schädler wurde hier im Herbst ein Trauerzug fotografiert. (Warum Herbst?- man sieht noch hinter dem Brunnen die Stahlbütten des Fuhrwerks.). Wer hier beerdigt wurde, ist nicht bekannt. Hier sieht man nochmal die Größe des Brunnens in den 20er Jahren.

Das Anwesen Ziegler nochmal. Interessant ist der Ablauf der Alster vor dem Haus.

In der Hartmannstraße befand sich früher das Wirtshaus der Familie Eisenbiegler, später übernahm es Philipp Burkhardt und baute um 1912 den Saal an. Danach übernahm es die Familie Sommer („Galoschenwirt“). Hier gibt es einen ausführlichen Beitrag zu dem Anwesen und die vollständige Geschichte.

Der Herr auf dem Bild ist Oskar Hafner. Ihm gehörte das Anwesen Hauptstraße 25 (Allerheiligenstift) aber auch das Anwesen in der Hartmannstraße.

Wir befinden uns am Ende der Hartmannstraße, Einmündung Weinstraße. Links das eindrucksvolle Anwesen Arthur Süß, später Gustav Süß.

Das Anwesen des „Kappenmacher“ Gerst in der Heergasse. Der junge Mann in der Mitte ist der spätere Fotograf. Heute ist das Gebäude verändert und es befindet sich im Untergeschoß ein Friseursalon.

Das Haus der späteren Kurpfalzapotheke mit der kunstvollen Madonna.

Als Winter noch richtige Winter waren, konnte man auch Schneeballschlachten veranstalten. Auch hier stört die dörfliche Idylle noch kein Auto. Rechts der Torbogen der Kurpfalzapotheke.

Bildunterschrift: „Fastnacht im Jahr 1932. 1. und 2. Klasse mit Frl. Müller. Von Kaplan Hillenbrand fotografiert.“

Heutiger Standort: Treppe am Pfarrheim zur Schule.

Bei der Eröffnung der Weinstraße im Oktober 1935

Die Metzgerei Eichenlaub in der Schulstraße, heute Café Centner.

In einem Weingut, wahrscheinlich dem Weingut Spies wird ein neuer Keller ausgeschachtet. Hier sieht man die schwere Arbeit, die nur mittels Schaufeln und Spitzhacken bewältigt wurde.

Markststraße. Links mündet der Schnetzweg. Es sind die frühen 1950er und man fährt noch mit dem Kuhfuhrwerk.

Herbstabschluß im Weingut Erath, Bahnhofstraße

Das Consumgeschäft von Johannes Blumenstiel in der Heergasse, heute Weinstraße, unterhalb der Sparkasse.

Die Einmündung der Weinstraße in die Spreiselgasse (heute Immengartenstraße). Heute hat sich dieses Eck komplett verändert. Im Hintergrund das Anwesen der jüdischen Familie Emil und seiner Schwester Senta Mayer.

Weinstraße Süd in den frühen 50ern. Man sieht noch die Straßenbahnschienen der Schneck.

Weinstraße Süd am Anwesen Alfons Groß. Im Hintergrund sieht man noch die Rückseite des Eckhauses zum Weideweg. Der wackere Gaul zieht brav den eigentlich zweispännigen Wagen. So wie es aussieht wurde Wein geladen. Auch diese Bilder gehören bald der Vergangenheit an.

Und schon begegnen sich auch in der Weinstraße Süd Tradition und Moderne in den späten 50ern. Man fährt schon mit der gummibereiften Rolle, wenn auch noch mit dem Pferd in den Herbst. In den späten 60ern werden Traktoren sämtliche Pferde aus dem Dorfbild verschwinden lassen. Die Technik hält auch im Weinbau Einzug, jahrhundertealte Strukturen vergehen, neue entstehen. Die Zeit wird schnellebiger, stressiger, getriebener, motorisierter. Ob dies alles zum Guten ist, sei dahingestellt.

Zum Abschluß  dieser kleinen Bilderstrecke noch ein Bild, als der Herbst nur durch Fleiß und Muskelkraft gestemmt werden konnte und die Erfindung des Vollernters noch in den Sternen lag. Ferz machen und Lachen, das gehört beim Herbsten dazu und Walter Jacob, Traudels Vater scheint die süße Fracht in der Hotte sichtlich Spaß zu bereiten.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die Fotos zur Verfügung stellen !

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