Marktstraße 18

Die Marktstrasse 18 hat zwei direkt hintereinanderliegende Wohnhäuser. Der heutige Zustand zeigt an der Straße ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert mit typischen Fassadenelementen der Zeit um 1870 bis 1890. Im Kern sind die Gebäude möglicherweise älter.

Das vordere zur Straßenfront giebelständige Anwesen ist heute ein zweigeschossiger Putzbau mit sandsteinerner Fassadengliederung. Im Erdgeschoss sind historistische Schaufenstersäulen zu sehen, die auch auf den alten Aufnahme des Stoffhauses Wagner zu erkennen sind und wohl zeitgenössische Zierelemente sind. Im Obergeschoss sitzen hochrechteckige Fenster mit gefasten, konsolgestützten Gewänden aus Sandstein. Die Geschosse werden durch ein Gesimsband aus Sandstein markiert. Im Dachgeschoss sitzen zwei Fenster, die nahe beieinanderstehen und wie die Fenster im Geschoss darunter ausgestaltet sind. Es fehlen allerdings die auffallend hohen Verdachungen am Fenstersturz, was wohl dem geringen Abstand zum Dach geschuldet ist.

Das Gebäude besitzt ein Satteldach, ist als ein typischer Vertreter des zeitgemäßen Baustils zu betrachten und erhaltenswert.

Von besonderem historischem Interesse ist der anschließende Torbogen aus der Renaissancezeit mit dem Schlussstein aus dem Jahr 1614. Er gehört zum Anwesen Marktstraße Nr. 16.