Schwesterngrab

Jubiläum der Schwester Luminosa 1953 - Niederbronner Schwestern in Maikammer. Quelle: Pfarrblatt.

Die Grabstätten für die ehemals in Maikammer tätigen Schwestern werden landläufig Schwesterngrab genannt. Es handelt sich um ein Grabdenkmal und eine Steinplatte. Die beiden Grabstätten stehen für zwei unterschiedlichen Schwesterngemeinschaften. Die „Armen Schulschwestern“ (Grabplatte, Grabstein 1) und die „Niederbronner Schwestern“ (Grabmal, Grabstein 2).

Die Schulschwestern kamen erstmals am 20. Februar 1846 nach Maikammer mit dem Ziel, hier ein Filialmutterhaus zu errichten. Dies scheiterte. Im Jahre 1852 wurde dann in Speyer ein Institut für die Schwestern gegründet. Ihm gehörten zwei Mädchen aus Maikammer-Alsterweiler an: Clara Wilhelm und Barbara Groß. Als erste ausgebildete Schulschwester kommt dann Maria Josepha aus Arzheim nach Maikammer. Die Tätigkeit der Schulschwestern endete im Jahre 1976.

Die Niederbronner Schwestern sahen ihre Aufgabe mehr in der Alten- und Armenpflege. Sie zogen in das 1888/89 errichtete Schwesternhaus in der Hartmannstraße ein. Am 15. September des Jahres 1889 wurde der noch heute bestehende Elisabethenverein gegründet.

Grabstätte, Friedhof Maikammer

NUMMER
Schwesterngrab auf dem Friedhof von Maikammer.
InschriftGrabstein 1 (Arme Schulschwestern): Hier ruhen in Gott / EHRW. M LYDIA MÜLLER +1888 – 1961 † / SCHW M MAGDAL JOCHIM +1838 – 1896 †
Grabstein 2 (Niederbronner Schwestern): Hier ruhen in Gott / die Schwestern / M. Vinzentia † 1945 / Schw. Hippolytha / * 19.10.1880 † 28l.5.1953 / Schw. Adelphia / Oberin / *19.12.1891 †13.6.1953 / Schw. Ulrich * 2.10.1872 † 15.2.1955 / Schw. Luminosa * 15.11.1870 † 20.12.1957
KurzbeschreibungGrabstein 1 ist eine einfache Grabplatte mit den Namen der Verstorbenen. In der Mitte sitzt ein Wappen, das der „Armen Schulschwestern“, eingebunden in das Symbol „Pax“ (Friede).
Grabstein 2 ist ein Grabmal, das auf einem Granitsockel steht. Es handelt sich um zwei Säulen (ähnlich dem Eingangsportal zum Friedhof) mit einem Abakus als Tragbalken (darin eine Sonne mit Strahlen), worauf ein Kreuz sitzt. Die beiden Säulen sind kanneliert (Rillen) und werden von zwei seitlichen Elementen mit einer Zierborde begleitet. In der Mitte, leicht zurückversetzt, sind die Inschriften aufgetragen.
PersonGrabstein 1: Lydia Müller / Magdalena Jochim
Grabstein 2: Vinzentia NN / Hippolytha NN / Adelphia NN / NN Ullrich / Luminosa NN
GeburtsdatumGrabstein 1: Lydia Müller 1888 / Magdalena Jochim 1838
Grabstein 2: Vinzentia unbekannt / Hippolyta 1880 / Adelphia 1891 / Schw. Ulrich 1872 / Luminosa 1870
Geburtsort
SterbedatumGrabstein 1: Lydia Müller 1961 / Magdalena Jochim 1896
Grabstein 2: Vinzentia 1945 / Hippolytha 1953 / Adelphia 1953 / Schw. Ulrich 1955 / Luminosa 1957
Sterbeortvermutlich alle Maikammer
BerufGrabstein1: Schwestern der Kongregation Arme Schulschwestern (Unserer Lieben Frau)
Grabstein 2: Schwestern der Kongragation Niederbronner Schwestern (Vom Göttlichen Erlöser)
Besondere MerkmaleDas Schwesterngrab in der Nähe des Kreuzes ist als eine historische Stätte anzusehen. Auf der Rückseite war eine Inschrift für den ersten Ehrenbürger und langjährigen Bürgermeisters Sebastian Frantz eingetragen. Nach ihm ist auch der Frantzplatz in Maikammer benannt. Er war, zusammen mit seinen beiden Schwestern, der Stifter des ehemaligen Schwesternhauses in der Hartmannstraße.
Bibliographie / LiteraturLamott, Alois (1976): 1846 Die Schulschwestern in Maikammer 1976. Beilage zum Pfarrblatt 1976/31. Maikammer.
Lamott, Alois (1989): Hundert Jahre Niederbronner Schwestern in Maikammer. Eine Beiblatt-Folge zum Pfarrblatt. Pfarrblatt St. Kosmas und Damian (Beiblatt). Maikammer: Eigenverlag.
Weiterführende InformationenArme Schulschwestern – online
Provinz | Schwestern vom göttlichen Erlöser (schwestern-vom-goettlichen-erloeser.de)
Wohnhaus Hartmannstraße 45 Maikammer | Objektansicht (kuladig.de) (ehemaliges Schwesternhaus Hartmannstraße 45)
ErstellerClub Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler) 2022.
Zuletzt bearbeitet13-11-2022



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